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NEUROMODULATION

Was ist Neuromodulation ?

Neuromodulation ist eine revolutionäre medizinische Behandlungsmethode, die darauf abzielt, die Aktivität des Nervensystems zu beeinflussen. Dabei werden Geräte verwendet, die elektrische Impulse abgeben, um bestimmte Regionen im Gehirn zu stimulieren.

Diese Technik wird eingesetzt, um Nervensignale zu verändern, Schmerzen zu lindern, neurologische Funktionen zu verbessern und andere Symptome zu behandeln. Sie findet Anwendung bei der Behandlung von neurologischen, chronischen und mentalen gesundheitlichen Störungen.

Neuromodulation ersetzt keinesfalls irgendeine bereits laufende oder zu beginnende fachärztliche Therapie. Es handelt sich ausschließlich um eine zusätzliche Möglichkeit, die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Im Rahmen einer Erstgespräches kann ich über die Anwendungsmöglichkeiten, Behandlungsplan und Therapiekosten informieren. 

 

Kurzvideo

 

Mein persönlicher Zugang

Ich hatte Ende 2023 das große Glück, Dr. Petros Kattou, einen der Pioniere auf diesem Gebiet kennenzulernen.

In weiterer Folge habe ich mehrere Workshops besucht und konnte auch persönlich Ende 2025 in einem der „Sozo“ Zentren in Zypern im Rahmen einer einwöchigen Hospitation viel Erfahrung sammeln.

Nach mittlerweile zweijähriger Erfahrung konnte ich bei durchschnittlich etwas mehr als der Hälfte meiner Patienten (nach genauer vorausgehender Selektion) mit dieser Behandlungsmethode eine Verbesserung erzielen, sowohl bei neurologischen als auch psychiatrischen Krankheitsbildern (siehe unten)

Geräte (welche wir derzeit in Verwendung haben)

TDCS (Plato und Newronika) 

TDCS ist eine gut etablierte, nicht invasive und sichere Methode der Neurostimulation spezifischer Hirnregionen.
 
Mit zunehmender positiver Datenlage wird sie von den wichtigsten Europäischen und US Amerikanischen Behörden sowie Fachgesellschaften als wirksame und sichere Methoden anerkannt TDCS kann zu Medikamenten und anderen Therapieformen ergänzend angewendet werden. Es gibt keine Arzneimittelnebenwirkungen.
 
Was ist Tdcs (lt DGN= Deutsche Gesellschaft für Neurologie)

Die transkraniellen Gleichstromstimulation (transcraniell direct current stimulation = tDCS) ist eine nicht-invasive, gut verträgliche Methode zur Behandlung von Schmerzen oder Depressionen. Ein schwacher elektrischer Strom wirkt durch den Schädelknochen hindurch (transkraniell) auf das Gehirn. Er verändert die elektrische Ladung auf der Membran der Nervenzellen, was ihre Erregbarkeit teilweise verstärkt und teilweise dämpft. Auch das Zusammenspiel der Nerven (Oszillationen) wird durch eine tDCS verändert. Neue Untersuchungen zeigen, dass der Gleichstrom die Bildung neuer Verschaltungen im Gehirn fördert.

Der/die PatientIn spürt bei der tDCS allenfalls ein leichtes Kribbeln. Die Therapie ist ohne größere Risiken. Krampfanfälle treten nicht auf. Manche PatientInnen berichten über leichte Müdigkeit, seltener auch über Kopfschmerzen oder Übelkeit. Auch kann es zu Hautrötungen im Bereich der Elektroden kommen, in sehr seltenen Fällen wurden leichte Verbrennungen -vermutlich bei nicht sachgemäßer Anwendung- berichtet.

Die tDCS erfolgt ohne Operation von außen durch Anbringung von Elektroden an der Kopfhaut. Die Polarität der Elektroden, Anode oder Kathode, bestimmt den gewünschten Effekt, Bahnung oder Hemmung einer Hirnfunktion. Die Intensität des Stromflusses liegt meist bei 1 mA bis 2 mA bei Elektrodengrößen von 35 cm2. Die Stimulationsdauer liegt zwischen 10 und 30 Minuten. Sie können durch den/die Arzt/Ärztin erfolgen und nach Anleitung prinzipiell von PatientInnen und Angehörigen auch zuhause durchgeführt werden. Die Gleichstromstimulation darf nur mit einem CE-zertifizierten Gerät durchgeführt werden tDCS wird weltweit bei verschiedenen Krankheitsbildern eingesetzt. In der Neurologie kommt es z. B. zur Unterstützung der Rehabilitation nach Schlaganfällen oder bei chronischen Schmerzen zum Einsatz. Für die Behandlung von Depressionen gilt es als eine gut erforschte und wissenschaftlich belegte Methode. Die Geräte sind anwenderfreundlich, besitzen ein CE-Zertifikat als Medizinprodukt und werden bereits bei tausenden Patient:innen weltweit erfolgreich genutzt.

Der antidepressive Effekt ist sehr gut und laut wissenschaftlichen Studien sogar mit dem einer medikamentösen Behandlung (z. B. Antidepressiva aus der SSRI-Gruppe) vergleichbar.

Wie auch bei Medikamenten setzt die Wirkung nicht sofort ein: Die meisten Patient:innen berichten nach etwa 10 Tagen von einer spürbaren Verbesserung ihrer Stimmung. Besonders geeignet ist die tDCS bei therapieresistenten Depressionen, also wenn andere Behandlungsansätze wie Medikamente oder Psychotherapie nicht ausreichend gewirkt haben.
Die tDCS-Behandlung selbst ist unkompliziert: Eine Sitzung dauert in der Regel nicht länger als 30 Minuten, ist gut verträglich und problemlos in den Alltag integrierbar.
 

Craniale Elektrostimulation (CES)

Die craniale Elektrostimulation (CES) ist eine erprobte Therapie. Der Alpha-Stim übermittelt schwache Impulse (im Mikroampere Bereich) mit einer Frequenz von 0,5Hz durch Ohrclip-Elektroden.

Die von Alpha-Stim patentierte Wellenform stimuliert tiefere Hirnregionen, wie beispielsweise den Thalamus und Hypothalamus, wodurch eine Veränderung der Botenstoff- und Hormonausschüttung ausgelöst wird. Auf diese Art und Weise erfolgt die Stimulation schmerzregulierender Hirnareale.

Hirnwellenmessungen haben außerdem gezeigt, dass die Anwendung von CES eine Erhöhung der Alpha- und Senkung der Beta- und Deltawellen bewirkt. Ein solches Hirnwellenprofil begünstigt Entspannung und verhindert Angst- und Erschöpfungszustände.

Aufgrund der beschriebenen Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem eignet sich CES für die Behandlung von Angstsymptomen, Depressionen, Schlafstörungen oder Suchterkrankungen.

Da Erstere normalerweise auch im Zusammenhang mit Schmerzen auftreten, kann eine entsprechende Behandlung parallel mit dem gleichen Gerät durchgeführt werden.

Der Alpha-Stim ist frei von Gewöhnungseffekten und zeichnet sich durch technische Präzision, Langlebigkeit und tausendfache erfolgreiche Anwendungen aus.

Das Wirkprinzip von Alpha-Stim M
Die Benutzung des Alpha-Stim M ist nichtinvasiv, d.h. es kommt zu keinerlei Verletzung der Haut.

Der Alpha-Stim M ist der Nachfolger des ‚Klassikers‘ Alpha-Stim 100 – dem ersten medizinisch zertifizierten Mikrofeinstromgerät.
Wie schon sein Vorgänger, vereint auch der Alpha-Stim M die craniale Elektrostimulation (CES) und die Mikrostrom-Elektrotherapie (MET) in einem Gerät. Während CES primär auf mentaler Ebene wirkt, dient die Anwendung der MET der lokalen Schmerzbehandlung von sowohl akuten, als auch chronischen sowie posttraumatischen Schmerzen. CES wird insbesondere bei der Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und Schlaflosigkeit eingesetzt sowie zur Unterstützung von Suchtbehandlung (z.B. Drogen und Alkohol). Seine Wirkung ist durch eine Vielzahl an klinischen Studien belegt.

Mikrostrom-Elektrotherapie (MET)
Schmerzen werden über Milliarden von Nervenzellen übertragen. Diese Zellen sind speziell darauf ausgerichtet Schmerzbotschaften über elektrochemische Signale zu transportieren. Die spezielle Wellenform der Mikrofeinströme des Alpha-Stim moduliert effektiv die Signale innerhalb der Zellen und ist damit in der Lage das Schmerzgefühl ohne die Einnahme von Medikamenten signifikant zu reduzieren. Die Anwendung der MET erfolgt dabei rund um die Schmerzstelle und durch leicht zu verwendende Sonden oder selbsthaftende Elektroden.

Obwohl der Alpha-Stim auch entwickelt wurde, um die Einnahme von Schmerzmitteln zu vermeiden oder zu reduzieren, kann er falls nötig auch problemlos mit einer medikamentösen Behandlung kombiniert werden.

Meist genügt eine Anwendung von wenigen Minuten pro Tag, um Schmerzen nachhaltig, d.h. auch für die Zeit nach der Behandlung, deutlich zu lindern.

 

TRANSAURIKULÄRE VAGUSNERV STIMULATION („TVNS“) 

Stress macht uns krank. Stress verursacht langfristig chronische Entzündungen, Krebs, Autoimmunerkrankungen und Arteriosklerose. Der Vagusnerv ist der Gegenspieler des Stresssystems (Sympathikus). 

Durch die Beeinflussung der neuronalen Aktivität des Vagusnervs durch die Haut kann ein breites Feld von Körperfunktionen behandelt werden:

  • Regulierung des autonomen Nervensystems (Reduktion inflammatorischer Prozesse im Gehirn und im Körper  (zb Reduktion von Entzündungsparametern wie TNF alpha um bis zu 78 Prozent)
  • Positive Beeinflussung von chronischem Stress.
  • “Brainfog” bei Long Covid oder ME/CFS
  • Epilepsie
  • bei Depression und Angst
  • Die Kontrolle des Kreislaufzentrums im Hirnstamm bringt gute Ergebnisse bei Durchblutungsstörungen, Lymphödem, Wundheilungsstörungen und chronischem Schmerz

Diese Behandlungsmethode hat ein enormes Potenzial zur Verbesserung des emotionalen Wohlbefindens des Patienten und des allgemeinen physiologischen Gleichgewichts. 

ABLAUF DER NEUROMODULATION

Nach einem ausführlichen Erstgespräch und einer genauen neurologischen Testung „Assessment“ wird ein entsprechender Behandlungsplan erstellt.

Im Rahmen von nachfolgenden „in- clinic sessions“, „Trainings“ (in der Regel fünf Sessions erforderlich) bei meiner Assistentin Mag Steffi Mrazek erfolgt einerseits die Einschulung auf die Geräte , andererseits soll eine für den Patienten optimale „Montage“(„welche Hirnregionen beziehungsweise Netzwerke das beste Ansprechen zeigen“) in regelmäßiger Rücksprache mit mir erarbeitet werden.

Danach bekommt der Patient einen genauen Trainingsplan für die zuhause beziehungsweise die entsprechenden Geräte für eine sogenannte Heimtherapie .

Durch regelmäßiges Training soll eine Verbesserung der Verbindung der neuronalen Netzwerke ermöglicht werden, sodass sich Verbesserungen stabilisieren und Effekte immer länger anhalten sollen. Eine Kontrolle „follow up“ findet spätestens nach drei Monaten erneut in der Ordination statt. Hier wird eventuell eine Anpassung/Änderung durchgeführt.

Diese Selbstanwendung wird in vielen Fällen lebenslang fortgesetzt. Eine Session dauert meistens 30 Minuten. Anfänglich meistens 5 x pro Woche, eventuell sogar 2-3 x täglich, in weiterer Folge oft nur noch 3 x pro Woche.

Wir verwenden verschiedene medizinisch zugelassene Geräte wie tdcs CES oder Tvns. Die Geräte haben 1Jahr Garantie und wurden bisher vom Hersteller immer sofort und problemlos ausgetauscht. Derartige Geräte haben hohe Auflagen, müssen über klinische Tests geprüft und zugelassen worden sein. Dies ist der Grund auch für den hohen Preis der Geräte

Eine Therapie für zu Hause erfolgt nur dann, wenn wir davon ausgehen, dass der Patient von einer derartigen Behandlung profitieren kann und auch der korrekte Umgang mit den Geräten absolut sichergestellt ist

Der Behandlungserfolg wird oft zusätzlich durch Verwendung von so genannten “SCORES“überprüft, um Langzeit-Trainigsergebnisse besser objektivieren zu können.

KONTAKT

OA DR. CHRISTOPH NEUMÜLLER​

Facharzt für Neurologie
Arzt für Allgemeinmedizin

Oberarzt im Landesklinikum Hochegg

Tel. 0650/4084935
(Termine nach telefonischer Vereinbarung)

E-Mail: dr.neumueller@neuromedbaden.at

  • Studium an der Medizinischen Universität Wien mit Promotion 1/2003
  • 07/2003 – 02/2007 : Ausbildung zum Arzt für Allgemeinmedizin im Krankenhaus Wels/Grieskirchen bzw LKH Wiener Neustadt
  • 09/2007 – 03/2012 : Ausbildung zum Facharzt für Neurologie im LKH Wiener Neustadt bzw LKH Hochegg mit Facharztprüfung 11/2011
  • Ab 4/2012 Oberarzt im LKH Wiener Neustadt an der Abteilung für Neurologie
  • 2008-2012 Vertretungstätigkeit in einer neurologischen Praxis
  • Ab 10/16 Oberarzt im LKH Hochegg /Neurologie
  • seit 2012 Wahlärztliche Tätigkeit in Baden
  • seit 2012 Leiter der Praxisgemeinschaft Neuromedbaden